Wien, bekannt für sein hochentwickeltes und bequemes öffentliches Verkehrsnetz, bietet seinen Einwohnern und Gästen dennoch interessante alternative Fortbewegungsmöglichkeiten in der Stadt. Von umweltfreundlichen Fahrrädern und E-Scootern bis hin zu malerischen Wasserwegen und Fußgängerzonen eröffnet die österreichische Hauptstadt neue Wege, ihre Straßen und Umgebungen zu erkunden. In diesem Artikel betrachten wir die beliebtesten und interessantesten Alternativen zum städtischen Nahverkehr in Wien. Mehr dazu auf viennafuture.eu.
Vorteile alternativer Verkehrsmittel
Die Wahl alternativer Verkehrsmittel bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich, die sich positiv auf das Wohlbefinden, die Umwelt und die Gesellschaft insgesamt auswirken. Radfahren und einfaches Gehen sind hervorragende Möglichkeiten, das Herz-Kreislauf-System zu stärken, den Gefäßtonus zu erhöhen und einen optimalen Cholesterinspiegel aufrechtzuerhalten. Regelmäßige Bewegung fördert auch die Stärkung des Stütz- und Bewegungsapparats, da beim Gehen und Radfahren die Muskeln der Beine, des Rückens und des Bauches aktiv beansprucht werden und die Gelenke die notwendige Belastung erhalten.
Die Vorteile alternativer Verkehrsmittel sind auch für die Umwelt offensichtlich. Elektrofahrzeuge, Fahrräder, Roller und das Gehen produzieren keine schädlichen Emissionen, was die Luftqualität in den Städten erheblich verbessert. Elektroautos und ähnliche Fahrzeuge sind zudem deutlich leiser als herkömmliche Autos, was die Lärmbelästigung reduziert und das städtische Leben angenehmer macht. Wichtig ist auch die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, da der Umstieg auf alternative Verkehrsmittel hilft, den Verbrauch von Öl und anderen nicht erneuerbaren Ressourcen zu senken.
Im Hinblick auf Gesellschaft und Wirtschaft kann die Förderung alternativer Verkehrsmittel die städtischen Straßen erheblich entlasten, was Staus und die für Fahrten aufgewendete Zeit reduziert. Die Nutzung von Fahrrädern, Scootern oder das Gehen ist wirtschaftlich vorteilhaft, da keine Kosten für Treibstoff, Parken und häufige teure Reparaturen anfallen. Die Förderung solcher Fortbewegungsarten stimuliert auch die Entwicklung der entsprechenden Infrastruktur – Radwege, Fußgängerzonen –, was die Städte für alle Bewohner bequemer und sicherer macht. Es sei auch darauf hingewiesen, dass der öffentliche Nahverkehr, der ebenfalls eine Alternative zum Privat-Pkw darstellt, als eine der sichersten Fortbewegungsarten gilt.
Die gängigsten alternativen Verkehrsmittel in Wien
Fahrräder

Das Fahrrad ist ein äußerst bequemes und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel in Wien, und das neue Fahrradverleihsystem WienMobil macht es sowohl für Einwohner als auch für Gäste der Stadt noch zugänglicher. Dank dieses einfachen und flexiblen Systems wird die Fortbewegung in Wien nicht nur nachhaltig und umweltbewusst, sondern auch im Alltag sehr komfortabel.
Der Fahrradverleih WienMobil eröffnet neue Möglichkeiten für spontane Fahrten durch Wien. Dieser Service ist rund um die Uhr in allen 23 Bezirken der Stadt verfügbar. Seit Herbst 2022 bietet WienMobil über 3000 Fahrräder an 185 stationären und 50 digitalen Stationen, die auch für temporäre Veranstaltungen eingerichtet werden können. Die stationären Stationen sind leicht an den roten Informationssäulen zu erkennen. Sie sind ausschließlich für die Ausleihe und Rückgabe der Fahrräder vorgesehen.
Das Fahrrad von WienMobil ist ein modernes 7-Gang-Citybike, das mit einem integrierten elektronischen Rahmenschloss ausgestattet ist. Dank GPS-Navigation ist es kein Problem, das nächstgelegene Fahrrad zu finden. Ausleihen und zurückgeben kann man es sowohl an physischen als auch an digitalen Stationen. Das macht das WienMobil-Rad zur idealen Wahl nicht nur für spannende Stadterkundungen, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit, zur Schule oder zur Universität, denn es vereint Komfort, Umweltfreundlichkeit und Zugänglichkeit.
Interessant! Im Jahr 2019 wurde Wien vom Copenhagenize Index in die Top Ten der fahrradfreundlichsten Städte der Welt aufgenommen.
E-Scooter

E-Scooter sind zu einem festen Bestandteil des Wiener Stadtlebens geworden und haben sich zu einem beliebten Mikromobilitätsmittel sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen entwickelt. Ihre Bequemlichkeit wird besonders als effiziente Ergänzung zum weitverzweigten Netz des öffentlichen Verkehrs geschätzt, da sie es ermöglichen, kurze Strecken einfach und schnell zu überwinden. Derzeit gibt es in Wien mehrere Unternehmen, die E-Scooter-Verleihdienste anbieten. Nutzer können verfügbare Scooter leicht finden und über eine spezielle mobile App aktivieren.
E-Scooter haben in verschiedenen Bereichen des Wiener Stadtlebens Anwendung gefunden. Eines der Hauptszenarien für ihre Nutzung ist die Überbrückung der „letzten Meile“, bei der Nutzer, nachdem sie mit der U-Bahn oder dem Bus einen bestimmten Punkt erreicht haben, einen Scooter mieten, um ihre Reise zum endgültigen Ziel fortzusetzen. Darüber hinaus sind E-Scooter eine beliebte Wahl für kurze tägliche Fahrten zur Arbeit oder zur Ausbildung sowie für schnelle Besuche in Geschäften und anderen Einrichtungen. In der Freizeit, insbesondere an Wochenenden und in den Abendstunden, werden Scooter häufig von jungen Leuten für Stadtfahrten und zur Unterhaltung genutzt. Wichtig ist zu erwähnen, dass für E-Scooter in Wien dieselben Verkehrsregeln wie für Fahrräder gelten.
Um die Nutzung dieses Verkehrsmittels zu regeln und Parkproblemen vorzubeugen, hat Wien im Jahr 2023 200 spezielle Abstellflächen für E-Scooter eingeführt. Nun ist das Beenden einer Miete nur noch innerhalb dieser ausgewiesenen Bereiche möglich, was hilft, das chaotische Abstellen von Scootern auf Gehwegen und anderen dafür nicht vorgesehenen Flächen zu vermeiden.
Die Integration von E-Scootern in das gesamte städtische Mobilitätssystem ist Teil des strategischen Plans Wiens zur Entwicklung nachhaltiger Verkehrsmittel. Als bequeme Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Verkehrsnetz tragen E-Scooter dazu bei, die Abhängigkeit von Privat-Pkw und damit den Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre zu verringern, was die Stadt umweltfreundlicher und lebenswerter macht.
Segways

Segways bieten eine einzigartige und interessante Möglichkeit, Wien zu erkunden. Diese speziellen elektrischen selbstbalancierenden Roller sind zu einer beliebten Wahl für Touristen geworden, die die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf eine entspannte und originelle Weise besichtigen möchten.
Die meisten der wichtigsten Touristenattraktionen Wiens liegen günstig entlang der Routen, die das Unternehmen Pedal Power Vienna anbietet. Erfahrene Wiener Guides führen Segway-Touren entlang der berühmten Ringstraße und durch die malerische Altstadt. Während einer solchen Tour kann man so ikonische Orte wie die majestätische Staatsoper, den gemütlichen Burggarten, die kaiserliche Hofburg, das Parlamentsgebäude, das elegante Rathaus, das Burgtheater, die Universität Wien, den Platz Freyung, das beeindruckende Michaelertor, die schicken Straßen Kohlmarkt und Graben sowie den prächtigen Stephansdom sehen.
Ein weiterer Dienstleister, Urban Mobility Segway Touristik, bietet ebenfalls verschiedene Touren auf Segways an. Für diejenigen, die Wien im klassischen Stil erleben möchten, ist die Tour „Echt Retro!“ entlang der historischen Ringstraße ideal, wo sich so berühmte Gebäude wie der Wiener Musikverein, die Staatsoper, das Parlament und das Rathaus befinden, von denen jedes ein Zeuge der reichen Geschichte der Stadt ist. Darüber hinaus gibt es thematische Segway-Touren, die beispielsweise das jüdische Wien oder die Gegend um das prächtige Schloss Belvedere abdecken.
Obwohl Segways häufiger mit touristischen Ausflügen in Verbindung gebracht werden, können ihre Besitzer dieses umweltfreundliche und leichte Verkehrsmittel zweifellos auch für private Fahrten in der Stadt nutzen und dabei den Komfort und die Leichtigkeit der Fortbewegung genießen.
Schiffsverkehr

Die Donau, eine wichtige Wasserstraße Europas und Teil der Rhein-Main-Donau-Verbindung, spielt eine bedeutende Rolle im Verkehrssystem Wiens, wenn auch nicht als primäres Fortbewegungsmittel für die Stadtbewohner. Dieser Fluss, der das Nord- und das Schwarze Meer verbindet und durch fünfzehn europäische Länder fließt, ist ein Schlüsselelement für den Transport verschiedenster Güter. Die Nutzung des Schiffsverkehrs ist besonders vorteilhaft für den Transport von sperrigen und gefährlichen Gütern, da er die Straßen erheblich entlastet und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beiträgt, was ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Entwicklung ist.
Neben dem Güterverkehr wird die Donau in Wien aktiv für die Entwicklung des Tourismus genutzt. Verschiedene Ausflugsfahrten auf dem Fluss bieten den Gästen der Stadt die Möglichkeit, ihre historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten aus einer ungewöhnlichen Perspektive kennenzulernen und fördern so den nachhaltigen Tourismus. Regelmäßige Flusskreuzfahrten werden sowohl innerhalb Wiens als auch darüber hinaus, beispielsweise in die benachbarte Bratislava, angeboten, ihr Hauptzweck ist jedoch eher touristischer als verkehrstechnischer Natur für den täglichen Bedarf.
Obwohl der Schiffsverkehr also kein Hauptverkehrsmittel für Passagiere in Wien ist, spielt er eine wichtige Rolle im Güterverkehr und in der Tourismusentwicklung. Gelegentlich können private Unternehmen oder Veranstalter Boote oder Kutter einsetzen, doch dies ist im alltäglichen Stadtleben kein Massenphänomen.