Jede Stadt hat ihre Besonderheiten, und die österreichische Hauptstadt ist da keine Ausnahme. Günstige öffentliche Verkehrsmittel, sauberes, gesundes Trinkwasser, das direkt aus den Alpen kommt, und eine hervorragende Infrastruktur – das ist nur ein kleiner Teil dessen, worauf die sicherste Stadt Europas stolz sein kann. Darüber hinaus belegt Wien Spitzenplätze in den Rankings für Stabilität, Qualität der Gesundheitsversorgung und eine niedrige Kriminalitätsrate, wie viennafuture.eu berichtet.
Entwicklung von Bauwesen und Architektur

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Wien rasant. Zwischen 1800 und 1850 verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt, und bis 1910 verneunfachte sie sich. Um das Leben der Menschen komfortabel zu gestalten, musste die Regierung Maßnahmen ergreifen.
Einer der ersten Schritte war 1857 der Abriss der alten Militäranlagen. Im Jahr 1860 übernahm Kaiser Franz Joseph I. die Stadtverwaltung und förderte zahlreiche Projekte zur Entwicklung der städtischen Infrastruktur. Der Gemeinderat begann vom ersten Tag seiner Arbeit an mit der Umsetzung von Programmen. Es wurde die von Bäumen gesäumte Hauptstraße Wiens, die Ringstraße, angelegt, auf der Platz für öffentliche Parks, Paläste wohlhabender Bürger, ein Theater und eine Oper vorgesehen war.
So entstand eine Mischung aus verschiedenen Baustilen – das neugotische Rathaus, das Parlament im hellenischen Stil, die französisch-gotische Votivkirche, die italienische Renaissance und der elegante Jugendstil Otto Wagners.
Bald darauf wurde auch eine vorbildliche Wasserleitung geschaffen, die die Stadtbewohner bis heute mit sauberem Trinkwasser versorgt.
Im 20. Jahrhundert war Wien eine wunderschöne Stadt, die jedoch vor allem den Wohlhabenden zugänglich war. Die Ringstraße wuchs, und die neuen Gebäude unterschieden sich deutlich von den alten. 1919 zerfiel das Kaiserreich, und in der Ersten Republik wurde der erste demokratische Gemeinderat der Welt geschaffen. Es ist wichtig zu betonen, dass die sozialdemokratische Politik die Stadt veränderte. Die Sozialdemokraten legten den Grundstein für all jene Institutionen, die Wien zu einem Vorbild für Stadtplaner machen.
In den 15 Jahren seiner Tätigkeit baute der Gemeinderat 60.000 Wohnungen, in denen über 220.000 Menschen lebten. In der modernen Stadt gibt es über 1.800 städtische Wohnanlagen (Gemeindebauten). Somit bleibt die Stadt eine derjenigen, in denen die sozialistische Planung nicht nur erhalten geblieben ist, sondern auch weiterhin aktiv umgesetzt wird.
Entwicklung des öffentlichen Verkehrs
Ein herausragendes Merkmal Wiens ist sein einzigartiges System des öffentlichen Verkehrs, das täglich von über 2,6 Millionen Menschen genutzt wird. Das Dienstleistungsangebot in der Stadt ist hervorragend ausgebaut: kurze Intervalle, Nachtdienste und Sammeltaxis in den Vororten. Das Hauptunternehmen, das den größten Teil des Verkehrsnetzes betreibt, ist „Wiener Linien“. Das Unternehmen bemüht sich um eine gute Beziehung zu den Fahrgästen und achtet auf die Umwelt. Hervorzuheben ist die Werbekampagne „Greener Linien“, in der die Menschen aufgerufen werden, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, was eine Einsparung von bis zu 1500 kg CO2-Emissionen pro Person und Jahr ermöglicht.
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs war die Einführung von Nachtbussen, die jährlich von rund 60.000 Menschen genutzt werden. Die Leitung des Unternehmens hat auch für die Menschen gesorgt, die in weniger dicht besiedelten Stadtteilen leben. Dort wurden ebenfalls gute Verkehrsanbindungen geschaffen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Wien alle Menschen gut leben, da der Stadtrat zum Wohle der Bevölkerung arbeitet. Er hört auf die Wünsche der Einwohner und entwickelt neue Projekte, die auf die Verbesserung der Lebensqualität der Bürger abzielen. Jedes Jahr entstehen in der Stadt neue Hochhäuser in verschiedenen Architekturstilen, und im Verkehrsbereich werden aktiv neue Technologien eingeführt.
Das Erfolgsgeheimnis Wiens liegt darin, dass die Österreicher nach bestimmten Regeln leben!