Die österreichische Hauptstadt beeindruckt mit ihrer faszinierenden und einzigartigen Architektur. Nicht umsonst wird Wien als Zentrum der europäischen Kultur bezeichnet, denn hier ist eine Vielzahl von Palästen und Sakralbauten erhalten geblieben. Dank des Zusammenspiels von imperialen Traditionen und moderner Kreativität zieht Wien jährlich zahlreiche Touristen an, schreibt viennafuture.eu.
Vielfalt der Architekturstile

Ihre Anziehungskraft und architektonische Fülle verdankt Wien der Verbindung von imperial-nostalgischem Flair mit einem kreativen Zugang zur Kultur. Die Architektur der Kaiserzeit hat das heutige Stadtbild maßgeblich geprägt. Einzigartige Gebäude aus der Epoche des Barock und des Jugendstils sind charakteristisch für Wien.
Der Wiener Barock hat seine Anfänge um das Jahr 1683. In dieser Zeit lebten und schufen viele Architekten in der Stadt, unter ihnen leistete Johann Bernhard Fischer von Erlach einen großen Beitrag zur Entwicklung der Architektur.
Außerhalb der Stadt wurden in der Barockzeit mehrere Sommerpaläste errichtet: das Gartenpalais Schwarzenberg, das Palais Daun-Kinsky und weitere. Tatsächlich ist dies ein bemerkenswertes Erbe für die Hauptstadt einer kleinen Republik Österreich mit nur 8,4 Millionen Einwohnern.
Die Architektur des Wiener Zentrums ist bezaubernd. Die Straßen und Plätze werden von romanischen und gotischen Kirchen sowie zahlreichen Palästen und Stadthäusern aus der Barockzeit geschmückt.
Dadurch, dass Wien über Jahrhunderte eine kaiserliche Residenz war, stand es im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit. Dies förderte eine rege Entwicklung der Architektur, mit der sich heute nur wenige messen können.
Über viele Jahre hinweg war die Stadt stets bestrebt, alle historischen Denkmäler zu integrieren, während gleichzeitig neue Gebäude errichtet wurden. Das moderne Wien setzt weltweit neue Maßstäbe, insbesondere im Bereich des Wohnbaus.
Architektonische Wahrzeichen

Nicht nur die imperiale Architektur macht die Stadt schön, sondern auch die Museen, Kunstsammlungen und verschiedensten Kunstwerke. Besondere Aufmerksamkeit verdient das MuseumsQuartier – ein kulturelles Wahrzeichen von internationalem Rang, das sich im Herzen der Stadt neben den berühmten Museen befindet. Dieser Kulturkomplex wurde 2001 eröffnet und stellt eine erstaunliche architektonische Verbindung von Barock und modernem Design dar, das vom Architekturbüro „Ortner & Ortner“ entwickelt wurde. Der Komplex erstreckt sich über 60.000 m² auf acht verschiedenen Ebenen, gehört zu den zehn größten Kulturarealen der Welt und bietet eine einzigartige Mischung aus Ausstellungsobjekten.
Die Paläste und Gärten des Belvedere bilden eines der schönsten Barockensembles in Europa. Im Oberen Belvedere befindet sich eine der weltweit größten Sammlungen österreichischer Kunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Im Unteren Belvedere finden wechselnde Sonderausstellungen statt.
Ein weiterer Stolz Wiens und das älteste architektonische Wahrzeichen des Mittelalters ist der Stephansdom. Unter der Herrschaft der Habsburger, die vom Ende des 13. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts einen erheblichen Einfluss auf die Architektur der Stadt hatten, wurde der Dom ständig erweitert. Das Bauwerk gilt als ein Meisterwerk der europäischen Spätgotik.
Der antike griechische Theseustempel befindet sich im Herzen von Wien. Seine dorischen Säulen aus weißem Marmor und das strenge Gebälk mit Triglyphen und Metopen ziehen die Aufmerksamkeit vieler auf sich. Dieser Tempel wurde von Peter von Nobile entworfen.
Das Wiener Rathaus ist eines der bedeutendsten architektonischen Wahrzeichen der Stadt. In seinen Sälen finden die berühmten Bälle, Konzerte und Ausstellungen statt. Das Rathaus wurde im gotischen Stil unter der Leitung des Architekten Friedrich Schmidt erbaut.
Es ist kaum möglich, alle architektonischen Meisterwerke Wiens aufzuzählen, so zahlreich sind sie. Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Das moderne Wien ist ein Vorbild für architektonische Innovationen, das sich die Romantik eines längst vergangenen Reiches bewahrt hat.