Montag, Februar 9, 2026

Die Geschichte des außergewöhnlichsten Hauses Hundertwassers in Wien

Die Architektur Wiens besticht durch ihre Schönheit. Es gibt hier eine Vielzahl einzigartiger Bauten, die die Menschen in Erstaunen versetzen und ihr Interesse wecken. Im Herzen der Stadt befindet sich die Hauptsehenswürdigkeit – das Hundertwasserhaus. Dieses Gebäude ist ungewöhnlich und hebt sich von anderen ab. Darüber hinaus hat es eine sehr interessante Geschichte, über die viennafuture.eu berichtet.

Der große Bau

Die Geschichte dieses Hauses beginnt im Jahr 1979. Damals wandte sich die Stadtverwaltung an den österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser und seinen Mitarchitekten Josef Krawina mit der Bitte, ein Projekt für ein ökologisches Haus zu entwerfen. Der Bau des Gebäudes begann im August 1983 und dauerte bis Oktober 1985.

Josef Krawina war für die ökologische Ausrichtung des Hauses verantwortlich. Er entwickelte einen einzigartigen Plan, der vorsah, beim Bau ausschließlich umweltfreundliche Materialien zu verwenden. So waren für die Wassererwärmung Wärmepumpen vorgesehen, und für die Bewässerung des Gartens auf der Terrasse sollte Regenwasser genutzt werden. All diese Besonderheiten führten dazu, dass die Projektkosten um ein Vielfaches höher ausfielen als geplant.

Friedensreich Hundertwasser war für die Gestaltung des Innen- und Außenbereichs des Gebäudes zuständig; ihm verdanken wir die Idee der farbenfrohen Fassade. Dank schwarzer Mosaikfliesen können Passanten die Grenzen jeder einzelnen Wohnung erkennen. Helle Mosaike, Bäume, die in speziellen Nischen direkt an den Wänden des Hauses gepflanzt wurden, und Säulen in ungewöhnlichen Formen – all das macht das Gebäude einzigartig und wunderschön.

Die erstaunliche Gestaltung verkörpert die künstlerische Wahrnehmung und Philosophie der Architekten. Keine geraden Linien, nur Unkonventionalität, Asymmetrie und geschwungene Formen.

Besonders interessant ist, dass Hundertwasser nach Fertigstellung des Gebäudes auf sein Honorar für das Projekt verzichtete.

Besonderheiten der Architektur des Hauses

Das Gebäude weist eine recht komplexe Architektur auf. Es dominieren chaotische Linien, ungleichmäßig hervorstehende Stockwerke, die Vielschichtigkeit der Elemente und eine gelungene Kombination verschiedener leuchtender Farbtöne.

Die Aufmerksamkeit der Menschen wird von der farbenprächtigen Fassade angezogen, auf der die Fenster hervorstechen. Sie alle haben unterschiedliche Formen und Größen. Darüber hinaus zieren die Fassade schmiedeeiserne halbrunde Balkone mit filigranen Halterungen für Laternen, farbige Bogenöffnungen und Balustraden.

Dasselbe gilt für die Säulen – keine gleicht der anderen. Zu den dekorativen Elementen gehören Kugeln, Kegel und Statuen. Die Türme erinnern mit ihrer ungewöhnlichen Form an Zwiebelkuppeln und verleihen dem Bau eine königliche Eleganz.

Die Wände dieses Hauses sind außergewöhnlich; sie sind mit bunten Ornamenten verziert, die der Künstler aus glasierten Keramikfliesen schuf.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die speziell angelegten Nischen, in denen Sträucher wachsen. Es entsteht der Eindruck, dass die Bäume die Fassade förmlich bedecken. Dadurch ist das Gebäude ständig begrünt.

Im Innenhof befindet sich ein sehr schöner Brunnen, der gut mit der Gesamtarchitektur harmoniert. Er hat geschwungene Becken und farbenfrohe Elemente. Einen besonderen Charme verleiht ihm das wellenförmig verlegte Pflaster aus Steinen unterschiedlicher Größe.

Im Inneren des Hauses befinden sich normale Wohnungen, insgesamt 52, sowie einige Büros. Darüber hinaus gibt es private und gemeinschaftliche Terrassen, um die herum ein ganzer Garten mit 250 verschiedenen Bäumen und Sträuchern angelegt ist. Auf dem Dach befinden sich Solaranlagen, die das Haus mit natürlichem Strom versorgen.

Jeder Bewohner hat das Recht, das einzigartige Interieur durch etwas Eigenes zu ergänzen. Die Menschen dürfen auf die Wände des Hauses malen, was ihrer Meinung nach zur Originalität beiträgt.

Das Hundertwasserhaus gilt als Wahrzeichen Wiens. Es ist ein wahres Meisterwerk, dessen Architektur man stundenlang betrachten kann.

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