Montag, Februar 9, 2026

Carl Auer von Welsbach – Wiener Erfinder des Feuerzeugs

Der Name dieses Mannes ist in der ganzen Welt bekannt. Er war ein berühmter Erfinder und Unternehmer, der nicht nur das Leben der Menschen vereinfachte, sondern auch sein Land berühmt machte. Das österreichische Kaiserreich stand ihm in nichts nach und würdigte ihn mit Ehren, Titeln und Anerkennung. In diesem Beitrag auf viennafuture.eu beleuchten wir, wie Welsbach seinen Erfolg erlangen konnte.

Kindheit und Jugend

Carl Auer von Welsbach

Carl wurde in Wien geboren. Über die Kindheit des talentierten Erfinders ist nur wenig bekannt. Sein Vater, Alois, stammte aus einer armen Familie, was ihn jedoch nicht daran hinderte, erfolgreich zu sein. Er konnte eine Ausbildung absolvieren und bekleidete später die Position des Direktors eines großen Wiener Unternehmens, das er zum Aufschwung führte und dadurch weltberühmt machte. Bald darauf erfand Alois eine automatische Hochgeschwindigkeitsdruckmaschine, wofür er in den Adelsstand erhoben wurde.

Im Jahr 1858 wurde der Sohn Carl geboren. Der Junge wuchs als ruhiges und neugieriges Kind auf. Seine Eltern liebten ihn sehr und gaben ihm nur das Beste. Alois bemerkte schon früh die wissenschaftliche Begabung seines Sohnes und förderte dessen Entwicklung, indem er Carl bei all seinen Vorhaben unterstützte.

Nach dem Schulabschluss begeisterte sich Carl für Chemie und begann, diese an den Universitäten Wien und Heidelberg eingehend zu studieren. Im Frühjahr 1882, nach seiner Promotion, kehrte er nach Wien zurück, um seine Karriere zu starten. Hier fand er eine Anstellung in einer Chemiefabrik, wo er sich der Erforschung von Seltenerdmetallen widmete. Bald wurde Welsbach zum Leiter des chemischen Labors ernannt.

Große Erfindungen

Carls berufliche Laufbahn begann im Jahr 1885. Damals bewies der Erfinder, dass das Element Didym eine Mischung aus zwei anderen chemischen Elementen ist, die er Neodym und Praseodym nannte. Während seiner Forschung entdeckte er das sehr helle Leuchten von Cer und anderen Elementen bei hohen Temperaturen. So erfand er 1885 den Gasglühstrumpf, der die Gasbeleuchtung verbesserte. Der Glühstrumpf verstärkte die Leuchtkraft der Gasflamme und reduzierte den Gasverbrauch.

Im Jahr 1900 schlug Carl vor, in elektrischen Glühlampen anstelle eines Kohlefadens einen Glühfaden aus Osmium zu verwenden. Da Osmium sehr teuer war, fand diese Erfindung keine weite Verbreitung. Sie markierte jedoch den Übergang zu Wolframfäden, die bis heute verwendet werden.

Im Jahr 1903 entwickelte Welsbach den Zündstein. Dies gelang ihm durch die Entdeckung der Legierung Ferrocer. Diese aus Cer und Eisen bestehende Legierung erzeugt beim Reiben an einem Reibrad Funken. 1907 begann Carl Welsbach mit dem Verkauf seiner Zündsteinfeuerzeuge, die den Namen „Auer-Cereisen“ trugen. Seine Produkte erfreuten sich in Österreich großer Beliebtheit.

Die letzten Lebensjahre

Schloss Welsbach

Im Jahr 1893 kaufte Carl das alte Schloss Rastenfeld und die Villa Marienhof in Mölbling, an deren Stelle er bald Schloss Welsbach errichten ließ. Es ist erwähnenswert, dass die alte Tradition wohlhabender Österreicher, Immobilien zu kaufen und diese dann zu restaurieren, bis heute erhalten geblieben ist. Darüber hinaus gilt dies als Zeichen guten Tons und unterstreicht den hohen Status der Familie.

Bald darauf entschied sich Welsbach, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Nach dem Tod seines ehemaligen Lehrers Bunsen erwarb er dessen Bibliothek. Anschließend fand er in Adolf Gall einen guten Partner und Gleichgesinnten. Gemeinsam meldeten sie Patente in verschiedenen Ländern der Welt an und erzielten daraus gute Einnahmen in Form von Lizenzgebühren.

Grab von Carl Auer von Welsbach auf dem Hietzinger Friedhof

Im Jahr 1929 verstarb Carl Auer von Welsbach. Er wurde in Wien auf dem elitären Hietzinger Friedhof beigesetzt, wo viele berühmte Österreicher ihre letzte Ruhestätte fanden. Zu Ehren des großen Erfinders Welsbach wurden Münzen und Briefmarken herausgegeben. Auch zahlreiche Stipendien wurden nach ihm benannt.

Latest Posts

....... . Copyright © Partial use of materials is allowed in the presence of a hyperlink to us.